Schulbücher auf dem iPad

Unsere Kids finden die Idee von Apple vermutlich ziemlich geil. Schulbücher auf dem iPad!

Ich selber bekomme aber schon Alpträume, wenn ich nur an den Appstore selbst denke. Apple bestimmt ganz klar über die Inhalte die dort vertrieben werden. Apple behält sich ebenfalls vor, Apps, Bücher und Musik ohne Angaben von Gründen aus dem Shop zu nehmen. Eine Philosophie, die bereits einige Male zu heftigen Protesten geführt haben.

Wollen wir uns wirklich auf diese Praktiken einer Firma einlassen?
Ich habe ja nichts gegen die Digitalisierung von Schulbüchern und die Nutzung auf Tablets oder Notebooks. Aber den Inhalt, die Form und den Vetrieb lasse ich mir sicherlich nicht von einer einzigen Firma vorschreiben.

Der einzig richtige Weg, unseren Kids moderne, spannende und flexible Lernhilfen zur Verfügung stellen geht über lizenzfreie und plattformunabhängige Lehrmittel!

Veröffentlicht unter Medienkompetenz
4 comments on “Schulbücher auf dem iPad
  1. Ich finde auch, dass wir uns nicht alles von Apple vorschreiben lassen sollten. Aber die Idee, Schulbücher auf das iPad zu bringen, finde ich nicht schlecht.

    Andere werden hier bestimmt nachziehen. Ich denke konkret an Kindle von Amazon. Ich hab auch schon ein oder zwei Schulbücher (Nachschlagewerke) so auf mein iPad gezogen und nutze diese auch gerne.

  2. Martin Rechsteiner sagt:

    Irgend jemand muss es doch tun, es ist wie In der Musik- und Filmindustrie, alle wollen und sprechen davon, aber keiner macht’s. Und da kommt halt wiedermal Apple und zeigt es allen wies geht.
    Ich mein es muss ja keine Schule iPads einsetzten sie können auch Android oder Windows tablets nehmen, aber warum tun sie das nicht? Weil die Hersteller es nicht auf die Reihe bringen ein eigenes, ähnliches Angebot zu lancieren. Denn was sie alle bis heute nicht Begriffen haben, es geht nicht um Dual Core oder Quad Core, um 1,2,4 oder sogar 8 GB RAM, auch nicht darum dass eine 5 oder 8 MP Kamera drin steck es geht um das Ökosystem welches dahinter steckt und das kann außer Amazon kein anderer hersteller bieten und deshalb werden auch alle anderen tablets niemals einen solchen erfolg haben.
    Apple beherrscht den markt und die Verteilung ist durch, die konkurenz kämpft noch immer an Ideen wie sie jetzt Apple etwas abluchsen können. Da ist apple schon wieder weiter, das Thema iPad ist für sie abgehackt und sie sind schon an der nächsten revolution dran.
    Sicherlich ich nutze Apple Produkte und bevor ich jetzt als fanboy beschrieen werde ich Tests täglich Produkte aller möglichen Hersteller aber wie gesagt es geht nicht um die bessere Hardware etc. Es geht um das Ökosystem und das begreift einfach keiner der Mitbewerber (traurigerweise) den es könnte Apple nichts besseres passieren als einen wirklichen mitbewerber zu bekommen.

  3. cello sagt:

    Lieber Martin Rechsteiner

    Es geht mir in diesem Fall nicht um Technologien. Ich selbst muss auch jedes Gadget haben, egal welches System von welchem hersteller. Und es geht auch nicht gegen Apple. Da stehe gerade jetzt 3 Geräte mit dem Apfel in meinem Homeoffice.

    Es geht mehr darum, dass bei lehrmittel in erster Linie der Inhalt zählt und nicht die Art wie diese wiedergegeben werden.
    Jetzt ist es aber gerade Apple, dass sich mit undurchsichtigen Freigaben im Applestore einen amen gemacht hat. Es wurden zum Teil Apps gesperrt, die das Buisnessmodell konkurrenziert haben, aber auch Apps aus dem Store geschmissen ohne dass ein Grund dafür angegben wurden.
    Die Firma geht sogar einen Schritt weiter. Sie behält es sich in den Geschäftsbedingungen vor, Apps von den Geräten zu löschen wenn sie nicht ins Konzept passen.
    Eine Bildungsinstitution kann es sich nicht leisten die vom Steuerzahler bezahlten Lehrmittel in die Hände eines einzigen Unternehmens zu geben, dass mit solchen Geschäftsbedingungen arbeitet.

    Zusätzlich müsste auch bei uns die Frage geklärt werden, ob die Schule oder die Eltern für die notwendigen Geräte aufkommen müssen. Ich möchte dabei noch an die Disskusionen zum Thema Microsoft in den Schule und Verwaltung erinnern, die vor wenigen Jahren bereits geführt wurden und die jetzt mit ausgetauschten Konzernen wieder von vorne beginnt.

    Deshalb wiederhole ich gerne nochmals: Digitale Lehrmittel, die an öffentlichen Schulen verwendet werden müssen unter einer offenen Lizenz und plattformunabhängig eingeführt werden.
    Die Technologien dazu sind im übrigen alle vorhanden und machen eine Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller völlig unnötig.

    In einem Punkt gebe ich dir jedoch recht. Apple hat als innovatives Unternehmen immer wieder seine Kreativität unter Beweis gestellt. Dass heisst aber nicht dass Hinz und Kunz auf den Zug aufspringen müssen.

  4. Thomas Züger sagt:

    Hallo Marcel,

    Im Bildungsmedienverlag, in dem ich arbeite, hat die Digitalisierung Einzug gehalten und ab diesem Sommer werden erste digitale Bücher ausgeliefert. Die Bücher werden auf Basis HTML 5 zur Verfügung gestellt und sind somit geräte- sowie plattformunabhängig. Die Funktionalität des guten, alten Leuchtstifts und Notizen können in diesen Büchern ebenfalls angewendet werden.

    Für einen Verlag in diesem Bereich ist es nicht denkbar, dass ein Vertrieb über irgendwelche AppStore’s stattfindet. Sämtliche Hersteller lassen sich ihre Vertriebsmöglichkeiten mit satten Margen(30%) berappen. Ausserdem wäre es auch kein Thema, die Bücher nur für ein OS zur Verfügung zu stellen. Somit ist der Weg über HTML momentan wohl der Richtige, ich kann die Sachen am PC, Mac, iOS oder Android-Device problemlos verwenden.

    Liebe Grüsse, Thomas

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